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Sarti Halkidiki

Meine neue app über Halkidiki ist fertig.

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Wer aber nicht so viel Zeit hat, schaut sich einfach hier genau auf dieser Webseite um. Herzlich Willkommen!

 

 

Ja und nun warten wir alle gespannt auf meinen zweiten Roman, der in einigen Monaten fertig sein sollte, der, so der Titel "das neue Leben", nämlich meins nach dem Adieu von Deutschland beschreiben soll.

Aber inzwischen ist er fertig!! Hier die erste Pressemeldung:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

HALT:

Gerade fertig geworden: Der Aussteigerroman "Das neue Leben"

auch bei amazon etc

Der aktuelle Aussteigerroman von Hannes Matthiesen

 

Auf dem Literaturmarkt ist rechtzeitig ein Buch erschienen, das das Phänomen Griechenland verständlicher zu machen versteht. Es beginnt mindestens ebenso spektakulär wie es endet: Michael aus Kreuzberg erlebt hautnah 1969 die Studentenrevolte in Berlin, wo Rudi Dutschke angeschossen wird. Die Bewegung radikalisiert ihn politisch sehr stark, aber die weiteren Ereignisse in Deutschland lassen ihn erst Jahre später den Entschluss fassen, seiner Heimat den Rücken zu kehren.

Er wandert aus ohne Plan, ohne Aussicht auf Arbeit, ausgerechnet nach Griechenland. Er will nur Eines: sein Paradies finden. Im Norden, in der Nähe der Großstadt Thessaloniki, lässt er sich an einem verlockenden Strand nieder. Das verträumte Touristenörtchen verheißt ihm Ruhe, abseits von Hektik und Politik, die Einheimischen nehmen ihn bereitwillig in ihrer Mitte auf. Sein Traum scheint sich zu verwirklichen, bis Iwan die Szene betritt. Der Russe will sein Paradies zum Touristenmekka umfunktionieren. Damit beginnt Michaels Kampf gegen die Mafia für sein geliebtes Domizil, dabei scheuen die Gegner auch vor einem Mord nicht zurück.

 

Der Roman, der wie ein Krimi anmuten könnte, ist in Wirklichkeit eine Hommage an die Griechen, an ihre Gastfreundschaft, an ihren Übermut sowie an ihre Melancholie. Die Botschaft des Autors spiegelt sich aber auch in der Schilderung der Frauen und der mit ihnen einhergehenden Erotik wider. Ein sehr persönlicher Roman über das Deutschland von gestern und das Griechenland von heute.

 

 

(Hannes Matthiesen, der einstmals an der „Waterkant“ aufwuchs, in Berlin in einer entscheidenden Zeit seine drei Kinder allein aufzog, im reifen Alter sein Abitur machte, in Oberfranken eine private Rundfunkstation gründete und der nun seit über 20 Jahren als sehr freier Erdenbürger in Griechenland lebt. Bisher mit keinen Literaturpreisen ausgezeichnet, schrieb er neben einigen Insider-Reiseführern über die Halbinsel Halkidiki/Sithonia und über die zweitgrößte Stadt Thessaloniki nach seinem Erstlingsroman „Wer noch will immer nur das Beste?“ nun sein zweites Debüt.

 

Das neue Leben Leseprobe

 

Ankunft im neuen Leben

 

Die riesige, einem Flugzeugträger nicht ganz unähnliche Fähre steuert gemächlich den Hafen von Igoumenitsa im Westen Griechenlands an. Ich sitze noch in der Cafeteria und schlürfe meinen Frappe, meinen kalten Kaffee nach einer durchwachten, kalten Nacht. Ruhige und unruhige Gedanken wechseln sich ab, pulsieren durch mich hindurch, machen sich immerzu Luft. Hier, genau hier, ja spätestens hier beginnt mein neues Leben. Erst jetzt fühle ich beinahe körperlich, was ich hinter mich gelassen habe, buchstäblich alles, alles, was mein bisheriges Leben ausmachte.

Ich sehe umherschwirrende Menschen an Deck, am Kai. Ich sehe Autos auf die Ankunft der Fähre wartend, ich sehe eine Straße, auf der Kellner die Cafeterias öffnen. Es ist Morgen, früher Morgen in Griechenland. Mein neues Land begrüßt mich, mein neues Leben beginnt.

Mein Name ist Michael. Ich bin aber jetzt ich. Ich führe ab jetzt mein Leben, ich führe es selbst, so unabhängig wie möglich. Dieses Land soll mir dabei helfen, dieses Land wird mir dabei helfen. Ich vertraue ihm. Es kennt mich noch, bisher allerdings nur als Tourist.

Ich möchte hier nichts mehr als alles Beengende hinter mich lassen, das mich bisher behinderte. Verlange ich zu viel? Vermutlich ja. Denn ein Land ist ein Land, nicht mehr und nicht weniger. Hat Struktur, Gebiete, Regierung, Gesetze. Ein Vertreter dieses Landes tritt auf mich zu, ich bin kaum dem Bauch des Riesenschiffes entronnen: Eine Frau in Uniform, die Zöllnerin:

Ihre Papiere bitte!”

Hier bitte.”

Öffnen Sie bitte mal die Hintertür!”

Bitte sehr.”

Was ist denn das alles?”

Kleinlaut, ob der gesetzlichen Bestimmungen unsicher, antworte ich:

Ich möchte eine Zeitlang in Griechenland bleiben, deshalb hab ich so viel mit.”

Dass ich tatsächlich auswandere in diesem Moment, binde ich ihr wohlweislich nicht unter die Nase. Ist mir ja selbst in diesem Moment nicht ganz geheuer. Was weiß ich, wie irgendein griechisches Gesetz darauf reagieren könnte. Ich möchte hier unerkannt eindringen, ohne großes Getöse. Bin ein unscheinbarer Mensch, der zwar aus Deutschland flieht und kaum bis überhaupt nicht weiß, was ihn hier erwartet.

Na, dann herzlich willkommen!”

Nie wieder werde ich dieses unübertriebene Schmunzeln in ihrem offenen Gesicht vergessen. Ihre festen, neugierigen braunen Augen, nicht rehbraun, eher samthäutig, bringen mich augenblicklich im wahrsten Sinne des Wortes in eine verlegene, aber dafür verliebte Stimmung. Ich betrete griechischen, für mich geheiligten Boden und verliebe mich sofort. Was ist das für ein Land? Insgeheim habe ich das erwartet. Was für eine ichbezogene Überheblichkeit. Ich sehe mir ihre männlichen Kollegen an, die relativ teilnahmslos das Geschehen betrachten. Sehen die denn nicht, welch kostbares Geschöpf sich zwischen ihnen befindet, sich zwischen ihnen mit einer leopardengleichen Gangart bewegt. Selbst ihre Uniform kann ihre ebenmäßige Gestalt nicht zur Ungeltung verschwinden lassen. Zu vollkommen sind die Rundungen ihres Hinterns und der Brüste auszumachen.

Mit einer nur ihr innewohnenden Grazie, wie ich mir einbilde, winkt sie mich durch, gewährt mir Einlass in mein neues Leben. Später sollte es noch des Öfteren in mein inzwischen beruhigtes Bewusstsein dringen, dass sie sich der Tragweite ihrer Entscheidung, mir Eintritt in dieses Land zu gestatten, gar nicht bewusst gewesen war. Wahrscheinlich hat sie nur halbwegs amüsiert einem dieser alternativen Spinner erlaubt, sich in diesem toleranten Land zu tummeln. So wie vermutlich auch ein ähnlich gestrickter Grenzbeamter sogar in der Obristenzeit, also zur Zeit der Junta, jenem deutschen Under-Cover-Journalisten namens Günter Wallraff die Einreise gestattete, der sich dann undankbarerweise auf dem Athener Omoniaplatz öffentlich ankettete, um eben gegen jene Diktatur medienwirksam zu protestieren. Ich, ermuntert durch ihr Willkommen, fahre also los, betrete, nein befahre mein Paradies, meine neue Heimat, mein neues Leben. Das ich fortan immer wieder mein Paradies nennen werde.

 

 

Mein erstes Pamphlet und mein erster Versuch mich zu verewigen. Einfach mal alles rausgetan, was ich loswerden wollte, ungefiltert und, wie andere meinten, herzerfrischend.

Das ist mein erstes Pamphlet und mein erster Versuch mich zu verewigen. Einfach mal alles rausgetan, was ich loswerden wollte, ungefiltert und, wie andere meinten, herzerfrischend.

Dann entdeckte ich meine zweite Heimat, wollt sie unbedingt anderen näherbringen und zwar beide: die im Winter: Thessaloniki und die im Sommer: Halkidiki

Und da ich mich erst mal mit der Stadt beschäftigte, sollte der Fremdenführer natürlich auch international werden, also auch in Englisch erscheinen, danach..

..konnte ich ja immer noch meine Lieblingsstadt in Deutsch präsentieren

aber im Sommer, den ich selbst nebst unglaublich vieler Griechen und, nicht zu vergessen: fast aller Touristen auf  Halkidiki verbringe, widme ich meinen ersten separaten Reiseführer der mittleren Halbinsel Sithonia, die bis heute, zumindest größtenteils vom Massentourismus verschont geblieben ist: Aber mal selbst reinschauen:

Und nun ist mein erster Fotoband über meine Lieblingsstadt erschienen: Thessaloniki in Bild & Poesie, also Fotos & eigene Gedichte.

Wer da glaubt, diese Stadt sei ein reiner Moloch, der irrt. Ich beweise es: Dieser Bildband zeigt neben einigen, sattsam bekannten Sehenswürdigkeiten aber die alternativen Gegenden, wohin sich Touristen selten und selbst Einheimische nicht so sehr oft verirren, wo Ruhe vor der Großstadt herrscht, wo das tatsächliche, oftmals als typisch griechisch beschriebene Leben anzutreffen ist: In der Anopoli, der oberen Stadt, wo die hektische Großstadt zum ruhigen Dorf wird. Und das alles wird in eigenen, liebevollen Versen eingebettet. Fotos & Poesie in der zweitgrößten Stadt Griechenlands, als Kostprobe hier meine Hymne:

 

Diese Stadt

die solch schöne Menschen hervorbringt

und sie flanierend auf die Tsimiski schickt

die eigens die Paralia erschuf

um ihnen den Laufsteg auszubreiten

wie ich sie liebe!

Diese Stadt

die aus ihrem maroden Charme keinen Hehl macht

die ihre ungeschönten Schönheiten nicht verbirgt

sich dennoch nicht aufrafft

sie zur Schau zu stellen

wie ich sie liebe!

Diese Stadt

in der so viele skurrile Wesen ihr Unwesen treiben

die heimelige Illegalität straflos streifen

im Halbdunkel der schwachen Gassen

ihren schwachen Geschäften nachgehen

wie ich sie liebe!

Diese Stadt

in der streunende Katzen das Regiment übernommen haben

und doch räudigen Hunden das Feld überlassen

sich alle nichtsdestotrotz mit den Salonikern arrangierend

gemeinsam diese Stadt überfluten

wie ich sie liebe!

Diese Stadt

nicht vor zehn Uhr morgens aus dem Smog erwachend

um dann mit geheimer Wut

den alles verschlingenden Verkehr auf die Egnatia schleudert

damit die Sonne, die Ewige,

ihren alles verzeihenden Schleier über alle ausbreitet

Diese Stadt

wie ich sie liebe

 

 

Und das da unten ist mein Sommerdomizil: Halkidiki, d.h. die mittlere Halbinsel SITHONIA und dort an der Ostküste: Sarti & Sykia.

Sarti Halkidiki